Badsanierung in Hannover-Davenstedt: Walk-in-Dusche trotz zu wenig Aufbauhöhe

Saniertes Bad in Hannover-Davenstedt mit Walk-in-Dusche auf dem Podest

Davenstedt: ruhig wohnen im Westen Hannovers

Davenstedt liegt zwischen Ahlem, Badenstedt und dem Grünzug an der Fösse – ein Stadtteil mit gewachsener Wohnbebauung, in dem viele Häuser aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stehen. Deren Bäder haben zwei Dinge gemeinsam: Sie sind klein, und was hinter Wand und Decke steckt, ist meist so alt wie das Haus.

Vorher und nachher

Ein schmaler Altbau-Raum, in dem sich Waschbecken, Wanne und WC aneinanderreihten – dazu blaue Wandfarbe über weißen Altfliesen, eine Gastherme über der Wanne und Aufputz-Leitungen quer unter der Decke. Der Raum war nicht klein, er wirkte nur so.

Schmales Altbau-Bad vorher mit Wanne, Spülkasten-WC und Aufputz-Leitungen
Vorher: Wanne, WC und Leitungen unter der Decke
Dasselbe Bad nach der Sanierung mit Walk-in-Dusche auf dem Podest
Nachher: Walk-in-Dusche, klare Linie

Bis auf den Rohbau – und ein Fachwerk kam zum Vorschein

Beim Entkernen zeigte sich der Bestand ungeschminkt: Putz bis auf den Ziegel abgeschlagen, alte Leitungen quer über dem Boden, die Innenwand als Fachwerk mit Lehmausfachung. Genau solche Momente entscheiden über den weiteren Ablauf – wir haben die Wand neu aufgebaut, sämtliche Kalt-, Warmwasser- und Abflussleitungen erneuert und den Gaszähler sauber in eine Trockenbauverkleidung integriert.

Komplett entkerntes Bad mit freigelegten Wänden und alten Leitungen
Entkernt bis auf den Ziegel
Geöffnete Innenwand mit Fachwerk und neuen roten Wasserleitungen
Fachwerk und neue Leitungen
Ständerwerk mit Geberit-Vorwandelement und Duschrinne
Vorwand mit Geberit-Element
Abgehängte Decke mit Spot-Aussparungen und aufgemauertes Duschpodest
Abgehängte Decke, Podest steht

Zwei Lösungen für zwei typische Altbau-Probleme

Abflussleitungen unter der Decke: abgehängt statt abgestemmt

Quer durch den Raum liefen sichtbare Abflussleitungen – in Altbauten keine Seltenheit, weil sie das Abwasser der oberen Etagen führen. Sie zu verlegen hätte in die Substanz der Nachbarwohnungen eingegriffen. Wir haben deshalb die Decke mit Gipskarton abgehängt: Die Leitungen verschwinden komplett, die neue Ebene nimmt gleich sechs LED-Spots auf, und der Schall der Rohre wird spürbar gedämpft. Kosten: rund 1.200 € netto – deutlich weniger als jede Verlegung.

Zu wenig Aufbauhöhe: die Dusche kommt aufs Podest

Für eine bodengleiche Dusche fehlte schlicht die Höhe im Boden – der Ablauf hätte nicht mit Gefälle geführt werden können. Statt die Idee zu begraben, haben wir den gesamten Duschbereich auf ein gefliestes Podest gesetzt. Innerhalb der Dusche ist der Boden dadurch trotzdem eben, die Duschrinne liegt bündig, und es gibt keine Schwelle im Duschbereich selbst. Der Höhenunterschied liegt an der Vorderkante, dort, wo man ohnehin eintritt.

Ein Detail, das man erst später zu schätzen weiß: Weil WC und Waschtisch an einer Vorwand hängen, bleibt der Boden darunter frei. Diese Wischkante macht das Putzen zur Sache von Minuten – kein Herumfummeln um einen WC-Fuß, kein Schmutzrand hinter der Keramik. Geplant wurde das Bad nach den technischen Mindestanforderungen der KfW 455-B, sodass ein Zuschuss von 2.500 € beantragt werden konnte.

Das fertige Bad in Davenstedt mit Walk-in-Dusche auf dem Podest
Das fertige Bad: Walk-in-Dusche auf dem Podest, Ablagefach und Fenster im Duschbereich
Walk-in-Dusche auf dem Podest mit Glaswand, Regenbrause und Ablagefach
Podest-Dusche mit Ablagefach
Waschtisch an der Vorwand mit LED-Spiegel und Wischkante darunter
Waschtisch mit Wischkante

Was hat dieses Bad gekostet?

Die Zahlen stammen aus der Schlussrechnung dieses Projekts, zusammengefasst und auf das heutige Preisniveau umgerechnet:

KostenblockDarin enthaltenNetto
Sanitärobjekte & AusstattungSpülrandloses Wand-WC mit Vorwandelement und Betätigungsplatte, Geberit-Waschtisch 55 cm, Hansgrohe-Waschtischbatterie, Hansgrohe-Duschsystem mit Thermostat, Edelstahl-Duschrinne, Duschglaswand 75 cm mit Nanobeschichtung, LED-Spiegel 100×70, Badheizkörper 176×503.051 €
Fliesen (Material)Bodenfliesen 30×60 Cementine Grau, rutschhemmend (R10 B)422 €
Planung & Koordination3D-Badplanung, Organisation und Koordination aller Gewerke512 €
Demontage & AbrissDemontage der Sanitärobjekte, Abriss und Entsorgung (Fliese-auf-Fliese verlegt)2.116 €
Vorinstallation & neue LeitungenKomplette Vorinstallation für alle Sanitärobjekte, Austausch aller Kalt-, Warmwasser- und Abflussleitungen im Bad6.549 €
Trockenbau & abgehängte DeckeAbhängen der Decke mit Gipskarton zum Verdecken der Abflussleitungen, Trockenbauwand und Verkleidung des Gaszählers3.203 €
ElektroarbeitenSteckdosen versetzen, Schalter erneuern, Einbau von 6 LED-Spots1.834 €
Putz-Vorarbeiten & EstrichVorarbeiten an allen Wänden, Estricharbeiten inkl. Isolierung des Bodens (6-cm-Sockel)2.610 €
Fliesen-, Fugen- & SilikonarbeitenVerlegung von Boden- und Wandfliesen inkl. Duschpodest, Verfugen, Silikonieren2.352 €
MalerarbeitenVerspachteln, Schleifen, Tapezieren und Streichen von Wänden und Decke2.104 €
EndmontageAbschlussinstallation aller Sanitärobjekte1.374 €
VerbrauchsmaterialienKupferrohre, Anschlussstücke, Abflussleitungen, Gestelle, Gipskarton, Fliesen- und Fugenkleber, Edelstahl-Schienen, Estrich2.461 €
ZusatzarbeitenAbnehmen und Wieder-Installation der Gastherme, Einbau eines Ablagefachs im Duschbereich828 €
Summe netto29.416 €
Umsatzsteuer 19 %5.589 €
Gesamtbetrag brutto35.005 €

Abzüglich des KfW-Zuschusses von 2.500 € lag der Eigenanteil bei rund 32.505 € brutto. Den Antrag haben wir kostenlos übernommen – die Vollmacht dafür gibt es hier als PDF. Weitere Beispielbäder finden Sie auf unserer Preisseite.

Ihr Bad ist als Nächstes dran?

Wir sanieren Ihr Bad in Davenstedt komplett aus einer Hand – zeitgemäß, altersgerecht und zum Festpreis mit verbindlichem Zeitplan.

Badsanierung Hannover: Jetzt informieren

So arbeiten wir in Davenstedt

Davenstedt erreichen wir von Hannover aus in wenigen Minuten. Die Planung läuft bequem per Grundriss und Fotos, das Material bringen wir komplett mit, und ein fester Ansprechpartner koordiniert alle Gewerke. Nach dreieinhalb bis vier Wochen übergeben wir Ihr fertiges Bad.

Häufige Fragen zur Badsanierung in Davenstedt

Was tun, wenn für die bodengleiche Dusche die Aufbauhöhe fehlt?

Es gibt drei Wege. Erstens eine extraflache Duschrinne oder ein Wandablauf – die kommen mit rund 6,5 cm aus. Zweitens ein Kernbohrung durch die Decke, wenn darunter ein Keller oder Nebenraum liegt. Und drittens die Lösung aus diesem Projekt: Der Duschbereich kommt auf ein Podest. Innerhalb der Dusche ist der Boden dann eben, nur beim Eintreten gibt es eine Stufe. Das ist optisch eine bewusste Setzung, kein Kompromiss – und deutlich günstiger als ein Eingriff in die Decke.

Kann man sichtbare Abflussrohre im Bad verschwinden lassen?

Fast immer, ohne sie anzufassen. In Mehrfamilienhäusern führen Rohre unter der Decke das Abwasser der oberen Wohnungen – sie zu verlegen wäre teuer und griffe in fremdes Eigentum ein. Die praktikable Lösung ist eine abgehängte Decke aus Gipskarton: Sie verdeckt die Leitungen, nimmt Einbauspots auf und dämpft nebenbei das Rauschen. Man verliert je nach Rohrlage 15 bis 25 cm Raumhöhe – in Altbauten mit hohen Decken fällt das nicht ins Gewicht.

Was ist eine Wischkante und warum lohnt sie sich?

Als Wischkante bezeichnet man den freien Streifen Boden unter wandhängenden Objekten. Wenn WC und Waschtisch an einer Vorwand hängen statt auf dem Boden zu stehen, kann man mit einem Zug durchwischen – kein Herumfummeln um einen WC-Fuß, kein Schmutzrand hinter der Keramik, keine Silikonfuge am Boden, die vergilbt. Die Vorwand kostet etwas Grundfläche (rund 15–20 cm Tiefe), gibt dafür aber Platz für Spülkasten, Leitungen und oft noch eine Nische.

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